Donnerstag, 18. Mai 2017

~Eulengeschnatter #13~ Jugendbücher in der Kritik: macht das noch Spaß oder kann das weg? | CR | WuLi Juni





Hallo ihr Lieben,

wie ihr dem Titel des Posts bereits entnehmen könnt, soll es diesmal im Geschnatter um Jugendbücher gehen. Auch mich beschäftigt diese Frage derzeit sehr, denn von allen Seiten höre ich immer mehr Kritik an diesem Genre. Und da ich selbst sehr gerne Jugendbücher lese, mache ich mir da natürlich auch so meine Gedanken.

Was viele aufzuregen scheint, sind die ständigen Wiederholungen und Klischees. Jugendbücher werden oft nach einem bestimmten Schema geschrieben. Autoren springen auf den Erfolgszug bereits erschienener Geschichten auf und stricken ihre Bücher nach dieser Vorlage. So kann man in so gut wie jedem Jugendbuch z.B. eine junge Dame erwarten, die sich in einem Konflikt befindet oder über eine besondere Gabe verfügt und einen jungen Mann, der ihr zur Seite steht. Selbstverständlich entwickelt sich zwischen den Beiden eine Romanze. Und es ist dabei egal ob man in Richtung Dystopie, Science Fiction oder Fantasy guckt, dieses Schema (und noch andere) findet sich fast überall. Auch in ganz normalen contemporary Geschichten oder New Adult (das ja gerne zu den Jugendbüchern gestellt wird), begegnet einem ein immer ähnlicher Ablauf.
Wobei New Adult á la "Paper Princess", "After Passion" usw. ja auch wieder ein ganz anderes Thema ist und gerade ja auch wieder heiß diskutiert wird. Es sind jedenfalls keine Geschichten, die ich lesen möchte und voraussichtlich auch nicht lesen werde. Deshalb möchte ich mich da auch nicht einmischen und kann eben zu der Frage, ob das in Ordnung ist, sie in die Jugendbuch-Sparte zu packen, auch nichts sagen. Das können andere sicher besser beurteilen.

Zurück zum Allgemeinen: Ich verstehe, dass es so langsam nervt und man sich etwas Neues ersehnt. Oder sich dem ganzen auch einfach entwachsen fühlt und man sich mit den jungen Protagonisten einfach nicht mehr identifizieren kann, weil man sich weiter entwickelt hat. Sind wir mal ehrlich: ich bin auch schon längst nicht mehr Zielgruppe ;). Wobei die Autoren selbst ja auch oft keine Teenager mehr sind ;D.

Jedenfalls geht es mir auch manchmal so, wie einigen anderen und ich habe schon über viele Jugendbücher die Stirn gerunzelt und mir manches Mal etwas innovativeres gewünscht oder gedacht "Himmel, ich bin einach zu alt dafür". Aber dennoch macht mir persönlich das Genre immer wieder Spaß und ich möchte es einfach nicht komplett aufgeben. Oft finde ich es sogar ganz beruhigend, dass ich ungefähr weiß, was ich erwarten kann. Und ich finde immer wieder kleine Juwelen, die mich begeistern und für die es sich lohnt, dem Genre treu zu bleiben.

Sicherlich brauche ich auch mal etwas anderes und gerne stecke ich meinen Schnabel auch mal in "erwachsenere" Bücher. Ohne diesen Ausgleich wäre ich wahrscheinlich auch wesentlich angefressener den Jugendbüchern gegenüber. Noch habe ich allerdings das Gefühl, dass ich immer wieder gerne zu diesem Genre zurückkehre und freue mich, wenn ich mich einfach nur berieseln lassen kann. Denn mehr möchte ich nach einem langen und/oder nervigen Arbeitstag auch oft nicht.

Fazit: Noch machen Jugendbücher mir Spaß und ich kann mich der allgemeinen Abneigung nicht anschließen, auch wenn ich die meiste Kritik ganz gut nachvollziehen kann und es auch verstehe, wenn jemandem die Lust darauf ganz vergeht. Ich hoffe sehr, dass es bei mir nie der Fall sein wird, auch wenn ich natürlich nicht jünger werde und sich das Genre wahrscheinlich auch nicht von heute auf morgen neu erfinden wird ;).

Wie geht es euch bei Jugendbüchern? Machen sie euch noch Spaß oder nerven sie euch? Was sagt ihr zu den ganzen Diskussionen? Ich freue mich auf eure Meinung!
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Der Schwarze Thron habe ich als Rezi-Exemplar bekommen, was mich natürlich total gefreut hat. Die ersten 100 Seiten lasen sich auch weg wie nichts und bisher bin ich wirklich begeistert von der Geschichte. Ich hoffe sehr, dass es so bleibt.
Bei Feuer und Wind komme ich hingegen nicht so richtig voran. Der Schreibstil ist strengt mich an. Auch wenn mich die Geschichte schon total interessiert, fällt es mir irgendwie schwer, in der Geschichte anzukommen und einen angenehmen Lesefluss zu finden. Und das noch nach 160 Seiten... ich werde es noch weiter versuchen, da ich ungern Bücher abbreche. Hoffentlich wird es noch besser und nimmt an Fahrt auf.
Beim 3. Band vom Juwel bin ich fast fertig. Noch 50 Seiten oder so und es ist (leider) vorbei mit dieser Trilogie. Auch dieser Band ist wieder sehr rasant und spannend und hat mich einfach wieder von der ersten Seite an gepackt. Dumm nur, dass ich die letzten Tage mal wieder überhaupt keine Zeit zum Lesen hatte, sonst wäre ich schon längst fertig gewesen. Wobei ich hier eher mit einem lachenden und einem weinenden Auge an das Ende denke...

Wunschlistenfutter Juni


Für den Juni habe ich mir tatsächlich nur ein einziges Buch vorgemerkt Oo. Ich kann es selbst kaum glauben. Garantiert ist mir wieder irgendwas durch die Lappen gegangen. Aber ich freue mich total auf den dritten Band der Königin der Schatten :).





Kommentare:

  1. Eule am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen!

    Einen schönen Tag wünsche ich dir Eulenfreundin, beim Thema Jugendbuch schaue ich natürlich gleich genau hin. Muss aber sagen, dass ich in diesem Fall nicht viel zu diskutieren habe, ich teile deine Ansicht nämlich vollkommen! So gern man sich auch mal überraschen und von Neuem von diesem Genre überzeugen lässt, es tut auch ganz gut, wenn man weiß was man zu erwarten hat und das -dem Genre entsprechend- einfach ein wenig gedämpft wird (was ja oft nichts daran ändert, dass es auch in Jugendbüchern ziemlich brutal zur Sache gehen kann). Aber gerade psychologisch sind viele der Fantasy, und Romanzenbücher einfach flach. Faktum. Aber jede Woche "Ein wenig Leben" und ich finde in meinem eigenen Unterbewusstsein nicht mehr zurecht!

    Aus eben jenem Grund lese ich auch derart gerne verblichene Frauenromane aus den 50er, 60er, 70ern - ich weiß was ich zu erwarten habe und kann mich entspannt zurück lehnen (obwohl ich mich gerade neulich wieder ordentlich getäuscht habe und plötzlich kam eine knallharte politische Abrechnung in Bezug auf Rassentrennung heraus, womit ich neben Herrenhäusern, Fuchsjagd und einer Liebesgeschichte nunmal wirklich nicht gerechnet hätte!).

    Langer Rede, überhaupt ein Sinn? Ja doch, ich werde wohl noch mit 90 Jahren zu Jugendbüchern greifen. Dann besitze ich hoffentlich auch schon einen Schaukelstuhl. Yeai.

    Ich lese übrigens gerade "Feuer&Feder" und hier reihen sich ganz deutlich wieder alle Klischees aber auch Stärken des Genres brav nebeneinander auf :D

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    1. Die einzige Friedhofswärterin, die mir ein strahelndes Lächeln ins Gesicht zaubert ♥. Immer ein Genuss, dich im Eulennest begrüßen zu dürfen ;D.

      Ach, man muss doch auch nicht immer gegensätzlicher Meinung sein. Ist doch auch schön, dass wir uns da einig sind ;D.

      Oh nein, jede Woche könnte ich sowas schweres auch wirklich nicht lesen ^^'. So toll "Ein wenig Leben" auch war, aber wir sitzen sonst wahrscheinlich nur noch in einer Ecke auf dem Boden und wippen vor und zurück ^^'.

      Haha, ja das ist ein gutes Beispiel mit den Frauenromanen ^^. So ist es bei mir halt mit der Jugendfantasy. Es ist einfach schön zu wissen, was einen erwartet (okay, bis auf wenige Ausnahmen vielleicht xD).

      Same here! Jugendbuch im Schaukelstuhl als 90 jährige Eulenomi? Ich bin dabei ;D. Dann schaukeln wir nebeneinander her xD.

      Ist das so? Haha, ich habs ja auch noch hier... Na dann wird das wieder eines der Bücher, bei denen ich abschalten kann ^^.

      LG Insi

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  2. Hallo Insi,

    also ich finde ein richtig gutes Jugendbuch, sollte einen auch als Erwachsene noch abholen. Vermutlich hat man als Teenager sich viel weniger Gedanken über sowas gemacht, aber die Themen (sei es die erste Liebe, der Verlust eines Elternteils, Krankheiten usw.) sind doch nie irgendwie out?!
    Gerade Young Adult ist mir da oft etwas zu stumpf, aber wenn man das weiß, ist das ja auch okay. Zwingt einen zum Glück ja niemand. Ich stecke gerade eher in einer Krise mit New Adult! Ich habe sehr viel Spaß an dem Genre, aber wenn ich noch einmal einem Kerl begegne, der sich quer durch die Welt vögelt und stolz drauf ist, der sich dann aber innerhalb von 2 Seiten unsterblich verliebt und sein ganzes Leben ändert, lese.. Dann fange ich echt an zu schreien :D Das geht mir wahnsinnig auf den Keks. Kann man sich da nicht mal was originelleres einfallen lassen? Männer können genug andere Laster haben :P

    Ich finde, das gilt aber nicht nur für Jugendbücher, die ich ja eh seltener lese. Jedes Genre hat so seine Klischees, die man irgendwann nicht mehr ab kann.

    Liebe Grüße
    Meiky

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    1. Huhu ^^

      ja das finde ich auch.
      Haha, oh je, das hast du wirklich treffend beschrieben xD. Du sagst genau das, was mich an dem Genre so nervt und weswegen ich es (unter anderem) nicht mehr lesen möchte ^^'. Du hast so Recht, kann ich alles so unterschreiben ^^.

      LG Insi

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  3. Hallo Insi,

    interessantes Thema! Einige Klischees in Jugendbüchern hängen einem wirklich zum Hals raus, aber die meisten stören mich nicht. Meistens weiß man schon anhand des Klappentextes, wie die Geschichte sich entwickeln wird und was einen erwartet - und das finde ich gut. Gerade bei realistischen Jugendbüchern kann ich sehr gut abschalten, auch wenn diese häufig nach demselben Schema ablaufen: Mädchen verliebt sich in den heißesten Jungen der Schule, Junge behandelt sie schlecht, sie zanken sich eine Weile und verlieben sich innerhalb kürzester Zeit unsterblich ineinander. Trotzdem gibt es auch in diesem Genre immer wieder Bücher, die aus der Masse hervorstechen und mit innovativen Ideen glänzen.

    Ich habe es aber auch schon erlebt, dass mich ein Jugendbuch nicht mehr fesseln konnte, weil mir die Hauptfigur zu kindisch war. Eine ständig nörgelnde Jugendliche, die völlig grundlos einen Jungen wie Dreck behandelt, ist mir einfach zuwider. Ebenso das Machogehabe von Kerlen, die sich im Endeffekt als lammfromm erweisen.

    Trotz allem werde ich diesem Genre treu bleiben (zumal ich vorhabe, selbst einige dieser Exemplare zu schreiben - nur hoffentlich ohne Klischees) und mich von den Vertrautheit der Klischees einlullen lassen.

    Liebe Grüße
    Violetta

    http://wispertraeume.blogspot.de/

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    1. Huhu ^^

      ich freue mich über deinen Kommentar! Wir scheinen da ja eine ganz ähnliche Meinung zu haben, jedenfalls habe ich die ganze Zeit mit dem Kopf genickt hier ;D.
      Auch mir sind schon Protagonisten begegnet, die ich einfach absolut nicht verstehen konnte und die wirklich furchtbar genervt haben. Aber das hat wohl fast jeder mal erlebt.

      LG Insi

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  4. Hallo Insi,

    du hast dir diesmal ein schwieriges Thema ausgesucht. Ich mag Jugendbücher auch sehr gern und manchmal gehen sie mir - wie dir - auf die Nerven, weil sie gefühlt nach dem gleichen Schema gestrickt sind. Ich glaube, das liegt einfach daran, dass wir Vielleser sind und manchmal von einem bestimmten „Stoff“ übersättigt werden.

    Früher habe ich (fast) nur Krimis und Thriller gelesen. Mit denen ist es mir dann ähnlich gegangen. Diese abgehalfterten Ermittler mit ihren privaten Problemen und ihren Sinn, sich immer ihren Vorgesetzten zu widersetzen. Und dann hätte ich fast das Lesen aufgegeben, weil ich nie über den Tellerrand geschaut habe. (Damals wäre ich NIE auf die Idee gekommen, ein Jugendbuch zu lesen). Nach verzweifelten Monaten, einer wahren Leseflaute (die erste in meinem Leseleben) und ganz vielen Fehlkäufen bin ich durch Zufall in dieser wunderbaren digitalen Lesewelt gelandet. Und ihr habt mich allesamt neugierig gemacht und daher wurde es „Zeit für neue Genres“. So ist nicht nur mein Blog entstanden sondern so habe ich die echte Lust am Lesen wiedergefunden. Ich glaube, die Sparte Jugendbuch ist nicht so daran schuld, sondern wir, weil wir uns zu selten auf etwas Neues einlassen möchten oder vielleicht erst gar nicht auf die Idee kommen. Denn ein bisschen Liebesgeflüster ist fast in jedem Roman dabei und die funktionieren meistens auch nicht anders als Jugendbücher. Wirklich nervig ist, dass alle immer auf einen Zug aufspringen - und das ist von der Sparte oder vom Genre total unabhängig. Sobald eine gute Geschichte erscheint, werden gleich zig davon hinterhergeworfen. Und weil wir immer unsere Äuglein offen halten, lesen wir manchmal (zu) viel davon. Zumindest ist es meine Theorie … XD

    Ich glaube auch nicht, dass man zu alt für Jugendbücher wird. Denn ich habe oft den Eindruck, dass sich die Autoren von Jugendbüchern mehr trauen als die ‚erwachsenen‘ Autoren - weil die immer so seriös sein müssen. ;) Mein ‚erstes‘ Jugendbuch war übrigens Panem und mich hat’s aus den Socken gehauen - und meinen Mann gleich hinterher, weil er die Bücher auch unbedingt lesen musste.

    Ich versuche mich immer auf alles einzulassen, was mich auf irgendeine Art und Weise interessiere könnte. Manchmal werde ich enttäuscht, manchmal bin ich frustriert, aber sehr oft bin ich positiv überrascht - und für mich das Wichtigste - ich habe die Neugier auf Bücher und die Lust am Lesen durch die unterschiedlichen Genres wieder entdeckt.

    Das ist jetzt schon etwas älter, aber ich lass’ den Link einfach mal hier. Ich habe mich damals bewusst von den thrillermäßigen Krimis verabschiedet, weil es Zeit für neue Genres war:
    https://zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at/2014/06/book-shelf-zeit-fur-neue-genres.html

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole ^^

      oh wow, ich freue mich, dass du hier ein bisschen was über deine Lesehistorie erzählst ♥. Nur Thriller und nie was anderes? Du Arme, da musste es ja fast schon so kommen... Wie gut, dass du auch andere Genre für dich entdecken konntest ^^.
      Ich finde diese Ermittler und ihre Privatprobleme auch ganz ganz furchtbar und das ist auch so mit ein Grund warum ich nie Krimis und nur selten Thriller lese. Weil das einfach ein Klischee ist mit dem ich nichts anfangen kann. Anders als bei Jugendbüchern, wo ich ja über vieles hinwegsehen kann.
      Und ich bin auch ganz deiner Meinung, dass man Abwechslung braucht, damit man nicht irgendwann ein bestimmtes Genre über hat. Deswegen versuche ich ja auch, ab und zu mal etwas anderes zu lesen und meine Fühler auszustrecken ^^.

      Haha, Panem ist wirklich ein gutes Beispiel für ein mehr als gelungens Jugendbuch ^^. Eine von besagten Juwelen in diesem Genre ;).

      Vielen Dank für deinen so ausführlichen Kommentar ♥. Den Link werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen :).

      LG Insi

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  5. Schönen guten Morgen Insi!

    Ja, die Jugendbücher ... also ich hab ja in den letzten Jahren wirklich viele gelesen und jetzt bin ich mittlerweile an dem Punkt, wo ich davon ein bisschen Abstand nehmen möchte / muss. Genau aus deinem Grund: es wiederholt sich immer alles!
    Was an sich kein Problem wäre, man braucht in Geschichten halt einen Konflikt und eine kleine Romanze, und da läuft es eben meistens auf das gleiche Schema raus. ABER die Umsetzung ähnelt sich halt leider oft sehr! Selbst der Schreibstil oder die Art des Geschriebenen kommt mir oft ähnlich vor.
    Das merkt man, wenn man zwischendurch was "Erwachsenes" liest und dann wieder zu einem Jugendbuch greift ^^
    Da liegt vielleicht aber auch ein bisschen an den Lektorierungen (stimmt das Wort so? *lach*) der Verlage, weil da glaub ich immer noch ein bisschen der Stempel aufgedrückt wird, und die Lektoren da doch irgendwie am gleichen strang ziehen, kann das sein? Ich weiß es nicht.

    Denn bei SPlern merkt man doch, dass sie mal ganz frischen Wind reinbringen und trotz gleichem Konzept einen ganz anderen Stil und eine andere Atmosphäre haben (können).

    Aber ich lese in dem Genre immer noch gerne und entdecke immer wieder Highlights und tolle Umsetzungen. Oder auch mal was ganz neues wie die Protagonistin von Young Elites, über die ja auch öfters negativ gesprochen wurde. Dabei fand ich die Idee genial und endlich mal anders! Denn hier erwächst die Prota aus ihrer schweren Vergangenheit nicht zu einer (Super)Heldin, sondern kämpft mit den negativen Gefühlen und handelt eben nicht immer "gut", das ist endlich mal was ganz anderes!

    Nur ein Randsatz noch zu "Paper Princess" - das ist KEIN Jugendbuch und wird auch nirgends als "Jugendbuch" gelistet ;) Ich werd es übrigens schon lesen, alleine aus dem Grund, weil ich mir selber davon ein Bild machen möchte.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Darüber habe ich mir ehrlichgesagt noch keine Gedanken so richtig gemacht ^^. Aber es kann durchaus sein, dass auch die Lektoren, Verlage und Übersetzer da so ihre Finger im Spiel haben. Und vielleicht auch die Geschichten gewählt nach diesem Schema rauspicken um sie zu veröffentlichen? Jedenfalls scheint es ja noch genug Leute zu geben, die es gerne lesen (mich ja eingeschlossen ;)).

      Aber ich kann verstehen, dass man irgendwann einfach übersättigt ist und deshalb Abstand nehmen möchte.

      Auf Young Elites bin ich ja mal gespannt, ich habs ja auch noch hier ^^. Mal sehen, wie mir diese Andersartigkeit gefallen wird.

      Ah, danke für die Aufklärung ^^. Ich bin in dem Genre einfach nicht so im Bild, weil das nicht die Art Geschichten sind, die mich so interessieren. Ich habs nur auf einigen Blogs und auch unter Booktubern hin und wieder als "Jugendbuch" vorgestellt bekommen, deshalb war es ein wenig irritierend. Du willst es wirklich lesen? Na da bin ich ja mal gespannt auf deine Meinung dann ^^.

      LG Insi

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    2. Ich lese in dem "Young Adult" oder "New Adult" Genre ja auch so gut wie nie etwas - aber nach dieser hitzigen Diskussion hats mich einfach interessiert und ich wollte mir das Buch einfach mal näher anschauen.

      Auf der Verlagsseite ist es unter "Erotische Geschichten" aufgetaucht und auch auf Amazon steht es unter "Erotische Liebesromane" ohne Altersangabe! Und wenn bei Amazon kein Alter dabei steht, ist es für Erwachsene ;) sonst steht ja immer dabei empfohlen ab ...
      Für mich also eigentlich viel Lärm um Nichts *lach*
      Aber wie gesagt, so wie das alles dargestellt wurde, hört es sich für mich einfach übertrieben an und ich möchte mir selber davon ein Bild machen, so dass ich mir vorgenommen habe, jetzt in nächster Zeit zumindest mal den ersten Band zu lesen

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    3. Ja, also ich hätte es rein vom Gefühl, und was man so von der Handlung mitbekommen hat, auch definitiv in eine etwas erwachsenere Sparte geschoben und nicht in den Jugendbuch-Bereich ^^'.
      Wahrscheinlich ist das alles auch totale Übertreibung. Das ist doch immer so. Es gibt ja auch Leute, die lesen sowas nur um sich hinterher aufzuregen und die Moralkeule zu schwingen... Auch schon gesehen. Leben und Leben lassen sag ich da nur ^^.

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  6. Ich finde die Kritik an Jugendbüchern sehr traurig, wenn ich ehrlich bin. Dass man sich als Leser dem Genre entwachsen fühlt, verstehe ich. Aber dafür kann das Genre doch nichts, sondern der Horizont des Lesers, der sich verschiebt. Was absolut positiv ist. Nur finde ich, dass in dieser Diskussion der falsche Sündenbock gesucht wird.
    Jedes Genre hat seine spezifischen Eckpunkte, die man als Leser erwarten kann und auch darf. Wenn es einem zu langweilig ist, welche Themen in Jugendbüchern vorkommen, ist das natürlich okay. Aber dann zu sagen "das Genre ist so öde geworden", finde ich falsch. Das ist so, als wenn man allen Kriminalromanen vorwirft, dass ein Kommissar Ermittlungen anstellt. Genre sind so, wie sie sind und es gibt so unglaublich viele Bücher mit vielen verschiedenen Ideen. Da ist es nicht mehr so einfach, noch das Rad neu zu erfinden.
    Dann soll man als Leser doch einfach Abstand nehmen und anderen den Spaß gönnen und ihnen den nicht auch noch vermiesen...

    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Ja, das sehe ich ganz ähnlich. Nur darauf zu schimpfen und das Genre zu verdammen halte ich auch für falsch. Dann muss man eben einfach zugeben, dass es nichts für einen ist und man sich lieber anderen Themen zuwenden möchte. Dann ist das doch völlig okay. Aber diese dauernden Nörgler, die das Genre schlecht machen und andere dann auch noch damit runterziehen - oder am besten noch persönlich angreifen, weil man das Genre liest und mag - kann ich absolut nicht verstehen... Jedem das Seine oder :).
      Ich bleibe dem Genre auf jeden Fall treu, denn mir gefällt es nach wie vor und ich stehe dazu ^^.

      LG Insi

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  7. Ich kann die Kritik an Jugendbüchern recht gut nachvollziehen.
    Wenn gefühlt so ziemlich jedes zweite Jugendbuch das ich aus dem Regal ziehe jenes "Mädchen das feststellt das sie etwas besonderse ist" enthält und natürlich "dem geheimnisvollen Jungen Adonis" begegnet (und dann noch einem, wie das eben jeden Tag geschieht - und sich dann der grausamen Entscheidung gegenüber sieht welchen der beiden sie Erwählen soll, eventuell noch die Welt retten, was aber i.d.R. weniger wichtig ist als "der Eine" welcher sie selbstverständlich wie ein stück Dreck behandeln darf weil er "so heiß" ist - und weil echte Jungs das eben so tun...), dann wandert das Buch schneller zurück ins Regal als es daraus hervorkam... wobei ich nicht sagen kann ob die Bücher dann tatsächlich so schablonenhaft geschrieben sind, oder ob einfach nur den zuständigen Textschreibern der einzelnen Verlage nichts neues einfällt ... und ja, manchmal können ja auch schablonenhafte Stories gut genug geschrieben sein, das man gerne Vergisst das man das alles so oder ähnlich schon ein paar mal gelesen hat.

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    1. Das in der Klammer hast du wirklich schön zusammengefasst. Definition Jugendbuch in einem Satz sozusagen ;). Klar, auch ich kann es ein Stück weit nachvollziehen, dass einen diese ewige Wiederholung auf den Keks geht. Und wenn es dann zusätzlich an der Umsetzung stark hapert, dann bin auch ich geneigt mit den Augen zu rollen ^^. Kleine Ausflüge in andere Genres tun da ab und zu wirklich gut. Oder man lässt einfach ganz die Finger von diesen Geschichten, wenn man wirklich die Schnauze voll hat :).

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  8. Hallo Insi,

    ein super spannendes Thema, danke für den Beitrag :)
    Mich bewegt diese Frage aus ganz verschiedenen Perspektiven - zum einen, weil ich auch immer noch hauptsächlich über Jugendbücher blogge, zum zweiten, weil ich meine berufliche Zukunft im Verlag sehe (vielleicht ja sogar im Jugendbuchbereich) und zum dritten, weil es das Genre ist, in dem ich selbst schreibe.

    Wenn man sich aktuell auf dem Markt so umsieht, kann man durchaus oft den Eindruck gewinnen, dass die schnellebige Titelproduktion dem Begriff "Einheitsbrei" noch mal eine ganz neue Dimension gibt. Klischeegeschichten werden durch immer neue Nachfolger ersetzt, die das gleiche Muster durchspielen. Tatsächlich auffallen tut das wahrscheinlich tatsächlich vor allem uns Viellesern. Selbst völlig mit schon Dagewesenem zustgestopfte Bücher finden meist ja trotzdem auch Zuspruch und verkaufen sich offensichtlich - sonst würde die Schiene ja nicht mehr so stark bedient.
    Ich habe manchmal schon fast das Gefühl, dass viele Verlage sich gar nicht mehr trauen, mal etwas anderes und damit Risikoreicheres zu bringen.

    Aber: wie du schon sagst, gibt es trotzdem immer wieder positive Überraschungen und besondere Schätze, die man in der Masse entdecken kann. Ich glaube, wenn man weiß, wonach man sucht, kann man relativ leicht die für sich passenden Bücher aussuchen und den Rest eben denen überlassen, die sich in den altbewährten Mustern zu Hause fühlen (und ja, ab und zu ist das vielleicht auch bei einem selbst der Fall).
    Auch wenn ich mich oft über Klappentexte aufrege, kann man manchmal schon daraus ablesen, wie originell eine Idee ist - oder eben auch nicht ist.

    Ich hoffe auf jeden Fall, dass wir auch in Zukunft eine große Bandbreite behalten werden, was Jugendbücher betrifft. Darauf verzichten möchte ich nämlich auf keinen Fall. Und in puncto Schreiben werde ich auch weiterhin den ausgefallenen Ideen (und vor allem auch Charakteren und -konstellationen) ihren Raum geben - auch wenn ich damit beim Verlag dann mehr Überzeugungsarbeit leisten muss :)

    Liebe Grüße
    Evelyn

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    1. Hey ^^

      ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar :D.
      Also bist du gleich dreifach betroffen. Interessanter Gedanke: "die Verlage trauen sich nichts anderes"... ähnliche Gedanken hatte ich auch, nachdem ich diesen Post geschrieben hatte. Die Verlage verlassen sich wahrscheinlich auf dieses "Erfolgsrezept"... denn das ist es ja scheinbar, denn wie du schon ganz treffend sagst: Absatz finden diese Klischeegeschichten durchaus zur Genüge.
      Wenn du selbst Autorin bist, dann hast du aber ja auf jeden Fall die Chance auszubrechen und etwas innovativeres zu machen. Das Problem könnten dann aber tatsächlich die Verlage sein, die dir ein Bein stellen, weil sie nichts außerhalb der "Norm" akzeptieren wollen :/... Das ist schon ein bisschen festgefahren irgendwie. Ich wünsche dir aber auf jeden Fall viel Glück damit und dass sich jemand für deine Geschichten erwärmen kann! Ich finde es jedenfalls immer schön, wenn jemand frischen Wind bringt :D.
      Und in der Zwischenzeit lesen wir uns einfach weiter durch das Genre, auf der Suche nach den besonderen kleinen Schätzen und lassen uns von den ganzen Nörglern nicht ärgern, die einem das Genre vermiesen wollen ^^.

      LG Insi

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Hallo LeseEule!
Ich freue mich sehr auf deinen Kommentar, was auch immer du zu sagen hast: Raus damit! :D
Natürlich antworte ich dir auch, einfach unter deinem Kommentar nochmal nachsehen oder dich benachrichtigen lassen ;).