Donnerstag, 18. Mai 2017

~Eulengeschnatter #13~ Jugendbücher in der Kritik: macht das noch Spaß oder kann das weg? | CR | WuLi Juni





Hallo ihr Lieben,

wie ihr dem Titel des Posts bereits entnehmen könnt, soll es diesmal im Geschnatter um Jugendbücher gehen. Auch mich beschäftigt diese Frage derzeit sehr, denn von allen Seiten höre ich immer mehr Kritik an diesem Genre. Und da ich selbst sehr gerne Jugendbücher lese, mache ich mir da natürlich auch so meine Gedanken.

Was viele aufzuregen scheint, sind die ständigen Wiederholungen und Klischees. Jugendbücher werden oft nach einem bestimmten Schema geschrieben. Autoren springen auf den Erfolgszug bereits erschienener Geschichten auf und stricken ihre Bücher nach dieser Vorlage. So kann man in so gut wie jedem Jugendbuch z.B. eine junge Dame erwarten, die sich in einem Konflikt befindet oder über eine besondere Gabe verfügt und einen jungen Mann, der ihr zur Seite steht. Selbstverständlich entwickelt sich zwischen den Beiden eine Romanze. Und es ist dabei egal ob man in Richtung Dystopie, Science Fiction oder Fantasy guckt, dieses Schema (und noch andere) findet sich fast überall. Auch in ganz normalen contemporary Geschichten oder New Adult (das ja gerne zu den Jugendbüchern gestellt wird), begegnet einem ein immer ähnlicher Ablauf.
Wobei New Adult á la "Paper Princess", "After Passion" usw. ja auch wieder ein ganz anderes Thema ist und gerade ja auch wieder heiß diskutiert wird. Es sind jedenfalls keine Geschichten, die ich lesen möchte und voraussichtlich auch nicht lesen werde. Deshalb möchte ich mich da auch nicht einmischen und kann eben zu der Frage, ob das in Ordnung ist, sie in die Jugendbuch-Sparte zu packen, auch nichts sagen. Das können andere sicher besser beurteilen.

Zurück zum Allgemeinen: Ich verstehe, dass es so langsam nervt und man sich etwas Neues ersehnt. Oder sich dem ganzen auch einfach entwachsen fühlt und man sich mit den jungen Protagonisten einfach nicht mehr identifizieren kann, weil man sich weiter entwickelt hat. Sind wir mal ehrlich: ich bin auch schon längst nicht mehr Zielgruppe ;). Wobei die Autoren selbst ja auch oft keine Teenager mehr sind ;D.

Jedenfalls geht es mir auch manchmal so, wie einigen anderen und ich habe schon über viele Jugendbücher die Stirn gerunzelt und mir manches Mal etwas innovativeres gewünscht oder gedacht "Himmel, ich bin einach zu alt dafür". Aber dennoch macht mir persönlich das Genre immer wieder Spaß und ich möchte es einfach nicht komplett aufgeben. Oft finde ich es sogar ganz beruhigend, dass ich ungefähr weiß, was ich erwarten kann. Und ich finde immer wieder kleine Juwelen, die mich begeistern und für die es sich lohnt, dem Genre treu zu bleiben.

Sicherlich brauche ich auch mal etwas anderes und gerne stecke ich meinen Schnabel auch mal in "erwachsenere" Bücher. Ohne diesen Ausgleich wäre ich wahrscheinlich auch wesentlich angefressener den Jugendbüchern gegenüber. Noch habe ich allerdings das Gefühl, dass ich immer wieder gerne zu diesem Genre zurückkehre und freue mich, wenn ich mich einfach nur berieseln lassen kann. Denn mehr möchte ich nach einem langen und/oder nervigen Arbeitstag auch oft nicht.

Fazit: Noch machen Jugendbücher mir Spaß und ich kann mich der allgemeinen Abneigung nicht anschließen, auch wenn ich die meiste Kritik ganz gut nachvollziehen kann und es auch verstehe, wenn jemandem die Lust darauf ganz vergeht. Ich hoffe sehr, dass es bei mir nie der Fall sein wird, auch wenn ich natürlich nicht jünger werde und sich das Genre wahrscheinlich auch nicht von heute auf morgen neu erfinden wird ;).

Wie geht es euch bei Jugendbüchern? Machen sie euch noch Spaß oder nerven sie euch? Was sagt ihr zu den ganzen Diskussionen? Ich freue mich auf eure Meinung!
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Der Schwarze Thron habe ich als Rezi-Exemplar bekommen, was mich natürlich total gefreut hat. Die ersten 100 Seiten lasen sich auch weg wie nichts und bisher bin ich wirklich begeistert von der Geschichte. Ich hoffe sehr, dass es so bleibt.
Bei Feuer und Wind komme ich hingegen nicht so richtig voran. Der Schreibstil ist strengt mich an. Auch wenn mich die Geschichte schon total interessiert, fällt es mir irgendwie schwer, in der Geschichte anzukommen und einen angenehmen Lesefluss zu finden. Und das noch nach 160 Seiten... ich werde es noch weiter versuchen, da ich ungern Bücher abbreche. Hoffentlich wird es noch besser und nimmt an Fahrt auf.
Beim 3. Band vom Juwel bin ich fast fertig. Noch 50 Seiten oder so und es ist (leider) vorbei mit dieser Trilogie. Auch dieser Band ist wieder sehr rasant und spannend und hat mich einfach wieder von der ersten Seite an gepackt. Dumm nur, dass ich die letzten Tage mal wieder überhaupt keine Zeit zum Lesen hatte, sonst wäre ich schon längst fertig gewesen. Wobei ich hier eher mit einem lachenden und einem weinenden Auge an das Ende denke...

Wunschlistenfutter Juni


Für den Juni habe ich mir tatsächlich nur ein einziges Buch vorgemerkt Oo. Ich kann es selbst kaum glauben. Garantiert ist mir wieder irgendwas durch die Lappen gegangen. Aber ich freue mich total auf den dritten Band der Königin der Schatten :).





Sonntag, 14. Mai 2017

~Eule rezensiert~ Die dunklen Mauern von Willard State




Die dunklen Mauern von Willard State von Ellen Marie Wiseman
(engl.: What she left behind)
übersetzt von Sina Hoffmann
Familiengeschichte auf 2 Zeitebenen
464 Seiten
Erschienen am 09.11.2015 bei Piper

 

Zehn Jahre ist es her, dass eine schicksalhafte Nacht für Izzy Stone alles veränderte: Ihre Mutter erschoss ihren Vater während er schlief. Seitdem lebt die nun 17-Jährige bei Pflegefamilien. Als sie für ein Museum Gegenstände ehemaliger Insassen der alten und berüchtigten psychiatrischen Anstalt Willard State Asylum katalogisiert, stößt sie auf einen Stapel ungeöffneter Briefe und das alte Tagebuch einer gewissen Clara Cartwright. Je mehr sie über Claras Leben in Erfahrung bringt, desto mehr klären sich auch die Rätsel ihres eigenen Lebens... (Klappentext laut Verlag)



Das Büchlein verweilte nun schon ein paar Monate auf meinem SuB und als ich es letztens mal wieder in der Hand hatte, habe ich mich endlich dazu entschlossen es zu lesen. Nicht zuletzt, weil viele sehr angetan davon waren und ich sowieso endlich mal etwas in diesem Genre lesen wollte. Und ich glaube, das war auch nicht das letzte Buch zu dem ich in dieser Sparte gegriffen habe.

Wie es oben bei den Fakten bereits steht, spielt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Einmal befinden wir uns bei Clara im Jahre 1929, einer jungen Frau, die unter den Vorgaben und Bestimmungen ihrer Eltern leidet und gerne eigene Entscheidungen treffen würde. Dies bringt ihr letztendlich aber nur Ärger ein und sie findet sich hinter den Mauern der psychiatrischen Anstalt Willard State wieder. Jahre später, nämlich im Jahr 1995, findet die junge Izzy bei ihrem Job im Museum Claras Tagebücher. Sie versucht auf Claras Spuren zu kommen, hat dabei aber auch sehr mit sich und ihrem eigenen Leben zu kämpfen.

Beide Frauen sind auf ihre Art interessant und haben mich mit ihren Geschichten gefesselt. Wobei Clara deutlich mehr meine Aufmerksamkeit fesseln konnte als Izzy. Auch wenn beide Schicksale gewiss nicht leicht zu verdauen sind, so hat mich die Tatsache, dass Clara zu Unrecht in eine Psychiatrie, auch noch zu der Zeit, eingesperrt war und irgendwie klar kommen musste, viel mehr fasziniert hat. Das war schon ziemlich heftig zu lesen, denn es geht nicht gerade zimperlich zu, wie man sich vorstellen kann. Die Autorin weiß, wie man einen Leser einfängt und bei der Stange hält. Auch wenn der Einstieg noch ein wenig ruhig war, so hat man sich mit der Zeit immer mehr in die Geschichte eingefunden. Dabei ist der Schreibstil unkompliziert und schnörkellos und man kann den Geschehnissen leicht folgen.

Allgemein ist die Stimmung im Buch eher düster und ständig schwingt ein kleiner Hauch von Verzweiflung und Ausweglosigkeit mit. Wenn man gerade sowieso in einer etwas gedrückten Stimmung ist, muss man sich darauf gefasst machen, dass es einen noch etwas weiter runter zieht. Aber ansonsten ist es auch von der Atmosphäre gut gelungen und man bekommt ein gutes Gefühl für die Situationen der beiden Frauen.

Wie das ganze dann letztendlich aufgelöst wurde und wie die zwei Handlungsstränge zusammen liefen, hat mir leider nur bedingt gefallen. Es war ganz nett, aber für meinen Geschmack ein wenig zu kitschig, wenn man es mit den vorherigen Ereignissen vergleicht. Aber insgesamt hat es durchaus ein rundes Bild ergeben. Das ist halt einfach Geschmackssache nehme ich an.


Eine fesselnde Geschichte die einen unweigerlich mitnimmt und sicherlich nicht kalt lässt. Bis auf ein paar klitzekleine Unstimmigkeiten fand ich es wirklich gelungen und habe es trotz der bedrückenden Thematiken, die hier zusammen kommen, gerne gelesen. Für Fans des Genres sicherlich ein kleiner Schatz.

  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 3,5/5
  • Idee: 4/5
  • Charaktere: 3,5/5
  • Atmosphäre: 4,5/5
    Ergibt eine Gesamtbewertung von:




Dienstag, 9. Mai 2017

Buch-Planeten TAG


Hallo ihr Lieben,

heute gibt es den letzten TAG, den die liebe Aleshanee mir vor längerem mal zugeschustert hat ^^. Aber ich bin mir sicher, dass sie für Nachschub sorgen wird ;D. Es hat mal wieder Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten. Wer mag, darf sich wie immer frei fühlen ihn sich zu krallen und mir einen Kommentar da zu lassen, damit ich auch gucken kommen kann ;).


Die Sonne: Zeige ein Buch, das Sommergefühle in dir auslöst



Ich habe gemerkt, dass ich nicht viele sommerliche Bücher besitze. Hier finde ich das Cover aber passend, die Atmosphäre die es ausstrahlt passt für mich ganz gut in diese Jahreszeit. Jedenfalls erinnert es mich irgendwie an Sommer :).
Die Geschichte fand ich übrigens auch recht schön.








Der Merkur: Zeige ein Buch, bei dem es dir warm ums Herz wird



Das war nicht schwer :). Fangirl ist ebenfalls ein total schönes Buch, das mich durch die Protagonistin sehr an mich selbst als Teenager erinnert und sich dadurch einen direkten Weg in mein Herz erschlichen hat.









Die Venus: Zeige ein Buch, das vor Gefühlen nur so sprüht



Hm, das war jetzt wieder nicht so leicht zu beantworten... In jedem Buch das ich lese, spielen Gefühle irgendwie eine Rolle. Wenn es danach geht, hätte ich alle nehmen müssen ^^'. Ich habe mich dann jetzt aber mal für dieses hier entschieden. Da spielen Gefühle auf jeden Fall eine Rolle ;).









Die Erde: Zeige ein Buch, das dein Leben bereichert hat



Dieses kleine Büchlein steckt nicht nur voll von Humor und schönen Momenten, sondern auch voll mit kleinen Weisheiten. Ein Buch, das mich auf jeden Fall bereichert hat und für immer ein kleiner Schatz in meinem Bücherregal bleiben wird.









Der Mars: Zeige ein Buch, bei dem du dich durch die Seiten kämpfen musstest



Da gibt es auch mehrere, aber ich habe mich jetzt mal für Lycidas entschieden. Christoph Marzi ist wie Kai Meyer leider auch einer der Autoren, mit denen ich einfach nicht warm werde. Dieses Buch ist zudem auch noch über 800 Seiten stark und es hat sich einfach dermaßen gezogen... und war deshalb echt langweilig :/.








Der Jupiter: Zeige ein Buch, dass dich wegen seiner Größe beeindruckt hat

Der Saturn: Zeige ein Buch, das in deinen Gedanken weite Kreise gezogen hat


 
Diese beiden Bücher treffen auf beide Fragen zu und zwar gleichermaßen. "Sieben Minuten nach Mitternacht" ist zwar nur ein dünnes Büchlein aber mit einer großen Geschichte darin, über die ich noch eine Weile nach dem Lesen nachdenken musste. Und "Ein wenig Leben" ist einfach in jeder Hinsicht groß, sowohl von der Dicke als auch vom schweren, großen Inhalt. Bis jetzt hat es mich auch noch nicht losgelassen und meine Gedanken kreisen immer wieder um die Geschichte.


Der Uranus: Zeige ein Buch, das dich total kalt gelassen hat



"Mein Herz und andere schwarze Löcher" habe ich auf englisch gelesen und entgegen vieler anderer Meinungen, hat es mich leider so gar nicht berührt...










Der Neptun: Zeige ein Buch, bei dem du völlig in die Geschichte eintauchen konntest



Ich musste es einfach dabei haben :D. Es passt auch so schön zu diesem TAG ^^. Und die Geschichte hatte mich wirklich von der ersten Seite an total eingesogen und begeistert. Eigentlich hätte es auch zu dem Punkt "herzerwärmend" gepasst, weil die Freundschaften darin einfach so unglaublich schön sind.









Der Pluto: Zeige ein Buch, das leider schon lange auf deiner Wunschliste ausharrt



Das ist das Buch, das am längsten auf meiner Wunschliste steht. Zumindest, wenn ich Lovelybooks trauen kann xD. Mittlerweile hat es glaube ich auch wirklich JEDER gelesen, außer ich ^^'.